Kurzgeschichte

Kurze Geschichte Tübingens
Eine erste Besiedlung erfolgte um ca. 12.000 v. Chr. Um 85 n. Chr. errichteten die Römer den Neckar-Limes. Überreste dieser Epoche sind zum Teil noch zu finden, u.a. in der Nachbarstadt Rottenburg. Im Jahre 1078 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Hohentübingen im Zusammenhang mit der Belagerung von „castrum twingia“ (= Zwingburg) durch König Heinrich IV.
Es ist von einer ländlichen Vorgänger-Siedlung auszugehen, die im flutsicheren Bereich zwischen Schloss- und Österberg gelegen war. Die Tübinger Unterstadt hat dort ihren Ursprung. Die Oberstadt entstand erst später als Erweiterung der Burgmannensiedlung unterhalb der Burg.
Im Jahre 1231 war von ersten Stadtrechten urkundlich zu lesen. 1342 verkauften die Pfalzgrafen von Tübingen Burg und Stadt an die Grafen von Württemberg. Die Stadt wurde bald Sitz eines Amtes.
1476 erfolgte die Gründung eines Kollegiatenstiftes mit Verlegung des Sindelfinger Martinsstiftes nach, welches die wirtschaftlichen und personellen Voraussetzungen für die Gründung einer Universität bot. Die Pfarrkirche St. Georg wurde zur Stiftskirche.
Im Jahre 1477 stiftete Graf Eberhard im Barte die Universität.
1536 wurde von Herzog Ulrich von Württemberg das Evangelische Stift Tübingen als Stipendium für evangelische Theologiestudenten gegründet, 1547 zog es ins ehemalige Augustinereremiten-Kloster ein. Von 1622 bis 1625 besetzte nach der Schlacht bei Wimpfen (6. Mai) die Katholische Liga das evangelische Herzogtum Württemberg.
Im September 1634 übergab Kommandant Johann Georg von Tübingen das von 70 Bürgern besetzte Schloss Hohentübingen an die Kaiserlichen. Tübingen wurde anschließend von bayerischen Truppen besetzt. Beim Sterben kamen zwischen 1635 und 1636 1.485 Menschen in der Stadt ums Leben.
Im Jahre 1638 besetzte die Schwedische Armee Tübingen.
1647 wurde Schloss Hohentübingen durch die Franzosen belagert. Am 14. März wurde der Südostturm mit Hilfe einer Mine gesprengt. Die bayerische Besatzung gab auf und erhielt ehrenvollen Abzug.
1789 vernichtete ein Stadtbrand große Teile der Altstadt im Bereich der heutigen Neuen Gasse. 1807 bis 1843 lebte Friedrich Hölderlin in Pflege im Hölderlinturm am Neckar.
1935: Durch die Deutsche Gemeindeordnung wurde Tübingen zum Stadtkreis erklärt, blieb aber innerhalb des Landkreises Tübingen, dessen Gebiet 1938 erheblich vergrößert werden sollte.
Nach dem Krieg 1946 wurde Tübingen Hauptstadt des Landes (ab 1949: Bundeslandes) Württemberg-Hohenzollern, bis dieses im neuen Land Baden-Württemberg aufging. Die Stadt wurde „unmittelbare Kreisstadt“. 1952 wurde Tübingen Sitz des Regierungs- bezirks Südwürttemberg-Hohenzollern, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 in den Regierungsbezirk Tübingen überführt wurde.
1965 erhielt Tübingen den Europapreis für die hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken.
Und zwischen den Jahren 1971 bis 1974 erlangte Tübingen Stadt- gebiet durch die Eingliederung von acht Gemeinden seine heutige Ausdehnung. Bei der 1973 durchgeführten Kreisreform erhielt der Landkreis Tübingen ebenfalls seine heutige Ausdehnung.